Audiologie

Das Gehör erfüllt beim Menschen wichtige Aufgaben bei der zwischenmenschlichen Kommunikation, aber auch bei der Wahrnehmung und Ortung von möglichen Gefahrenquellen. Einschränkungen des Hörvermögens sind häufig. Sie reichen von leichtgradigen ein- oder beidseitigen Schwerhörigkeiten, welche aber bereits die Kommunikation in Störlärm deutlich einschränken können, bis hin zur beidseitigen vollständigen Taubheit.
In vielen Fällen besteht die Therapie der Wahl in der Versorgung mit einer geeigneten Hörhilfe. Dabei kann es sich um konventionelle Hinter-dem-Ohr oder Im-Ohr Hörgeräte, um knochenverankerte oder teilimplantierbare Hörgeräte oder bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit um Cochlea-Implantate handeln, welche den Hörnerv direkt elektrisch, d.h. unter umgehung der Transduktion durch die Haarzellen des Innenohrs, stimulieren. Leider weisen diese Hörhilfen heute noch Nachteile auf, welche Ihren Nutzen beschränken. So ist beispielsweise die Sprachverständlichkeit im Störlärm nicht selten eingeschränkt.
An der Audiologischen Station des Inselspitals wird einerseits an neuen Signalverarbeitungsmethoden und an optimierten Anpassverfahren für Hörgeräte und Cochlea-Implantate, anderseits an der Neuentwicklung und Optimierung diagnostischer Verfahren geforscht.

Gruppen-Mitglieder: 2