Gastroenterologie / Mukosale Immunologie

Host-Mikroben Interaktion

Gruppe Prof. Andrew Macpherson

Unsere Forschungsgruppe beschäftigt sich hauptsächlich mit den Mechanismen des Darmimmunsystems die es uns erlauben, friedlich mit den Trillionen von Bakterien in unserem Dickdarm zusammen zu leben. Wir haben etwa zehn Mal mehr Bakterien in unserem Dickdarm als eigene Körperzellen im ganzen Körper und alle Bakterien zusammen haben etwa 100-mal mehr Gene als wir eigene Gene haben. Unter normalen, gesunden Umständen verursachen diese Bakterien keine Krankheiten, im Gegenteil, sie sind ein wichtiger Bestandteil von uns als Organismus und helfen uns bei der Verdauung, liefern uns wichtige Vitamine, bauen giftige Substanzen ab und schützen uns vor Pathogenen.

Unsere Forschung beschäftigt sich damit, wie sich unser Körper an die Präsenz dieser Bakterien anpasst und wie sich die komplexe Zusammensetzung der Bakterien positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Viele Krankheiten wie zum Beispiel chronisch entzündliche Darm Entzündungen (Morbus Crohn und Kolitis Ulcerosa), gewisse Formen der Arthritis, Allergien, Diabetes, Lebererkrankungen sowie Übergewicht stehen in Zusammenhang mit einer Darmflora, die aus dem Gleichgewicht geraten ist oder mit Problemen der Art und Weise, wie sich unser Körper anpasst.

Unser Ziel ist es, die grundlegenden Mechanismen dieser Phänomene zu verstehen um verbesserte Behandlungsmethoden entwickeln zu können.

Bitte besuchen Sie die externe Gruppenwebsite für mehr Informationen.

 

Mikrobiota und das sich entwickelnde Immunsystem

Gruppe Prof. Stephanie Ganal-Vonarburg

Eine grosse Anzahl von Bakterien, Viren und Pilzen besiedelt die inneren und äusseren Körperoberflächen aller gesunden Säugetiere, wie den Darm, die Atemwege und die Haut, und trägt zur Physiologie des Wirts bei (Verdauung, Vitaminproduktion, Immunreife). Diese Mikroben werden gegenwärtig als die Kommensal-Mikrobiota bezeichnet. Die Besiedlung mit Mikrobiota beginnt bei der Geburt, wenn das Neugeborene die sterile Umgebung der Gebärmutter verlässt. Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurde deutlich, dass Ereignisse und Umweltbedingungen in diesen frühen Jahren, wie Geburtsmodus, Fütterungsregime oder geografische Lage, sehr wichtige Faktoren sind, die das Immunsystem des Wirts langfristig beeinflussen können. Kürzlich konnten wir aufzeigen, dass auch die Mikrobiota der Mutter während der Schwangerschaft das Neugeborenen-Immunsystem positiv beeinflussen kann. Der Zeitraum, der die Empfängnis, die Entwicklung des Fötus und das frühe Leben abdeckt, wird daher oft als „kritisches Zeitfenster“ bezeichnet.

In unserem Labor untersuchen wir die Rolle der Mikrobiota im Kindesalter und versuchen zu verstehen, wie sie zur Reifung des Immunsystems des Wirts und zu anderen Prozessen im Körper von Säugetieren beitragen kann. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Anwendung von axenischen und gnotobiotischen Modellen in Kombination mit immunologischen, mikrobiologischen, epigenetischen und modernen Sequenzierungstechniken der nächsten Generation (RNA-Seq, Einzelzellanalyse, Ig-Repertoire-Sequenzierung, ChIP-Seq). Darüber hinaus richten wir derzeit eine Mutter-Kind-Geburtskohorte ein, um verschiedene Aspekte der Wechselwirkungen zwischen Wirt und Mikrobe in einem menschlichen Umfeld zu untersuchen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer externen Gruppenwebsite.

Gruppen-Mitglieder: 21

Gruppen-Mitglieder: 4