Urologie

Durch die Fortschritte in der Medizin ist die Metastasierung im Zusammenhang mit der Mortalität bei Krebspatienten stark ins Zentrum des allgemeinen Interesses gerückt. Über alles gesehen ist der Knochen der zweithäufigste Metastasierungsort bei Krebspatienten. Eine geringe Zahl von soliden Krebsformen, insbesondere das Prostatakarzinom und das Mammakarzinom, machen dabei den grössten Teil aller Knochenmetastasen im Patientengut aus. Insbesondere ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebsform und die zweithäufigste Krebstodesursache des Mannes in der schweizerischen Bevölkerung. In Autopsiestudien finden sich bei Patienten mit einem Prostatakarzinom in 70-80% der Fälle Knochenmetastasen. Trotz dieser Häufigkeit sind die Behandlungsmöglichkeiten von Knochenmetastasen infolge eines Prostatakarzinoms unbefriedigend.
Das Urologische Forschungslabor untersucht auf molekularer Ebene die Eigenschaften des Prostatakarzinoms, die es veranlassen mit dieser hohen Häufigkeit in den Knochen zu metastasieren. Die Identifizierung von „pro-’’ oder „anti-’’ metastatischen Genen bildet dabei die Hauptstrategie. Untersucht werden Prostatakrebszelllinien und Krebsmaterial aus der Urologischen Klinik. Nach Aufstellen eines Genprofils im erwähnten Untersuchungsmaterial und Identifizierung wichtiger Gene werden diese durch gentechnische Veranderungen in vitro und in vivo auf ihr metastatisches Potential im Hinblick auf die Metastasierung in den Knochen getestet.

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